AktivKreis Schellhorn
AktivKreis Schellhorn

Dorfplatz

 FOTOS UNSERES DORFPLATZES

Das Bökerhus ab 2016

Das Bücherhaus

Als Monika Gärtner, lobesam,

dereinst nach Schellhorn gezogen kam,

da konnte sie hier so alles kriegen:

Eier und Salz, Käse von Kühen und Ziegen.

Selbst Autos von Fiat und Volkswagen,

hatte ihr Auto eine Beule, musste sie nicht verzagen,

Brinkmann war schnell zur Stelle,

beuelte sie aus, die hässliche Delle.

Stellte das Auto vor ihr Haus,

und die Welt sah wieder freundlich aus.

Nur Bücher konnte sie hier nicht kaufen,

sie musste deshalb ganz nach Preetz hin laufen.

Es kam der Plan, Schellhorn mit einem Bücherhaus zu beglücken

und esmit gespendeten Büchern zu bestücken.

Doch wie kam man zum Haus? Ein Neubau war teuer.

Wer baute ein Haus?Vielleicht auch aus Holz.

Michael Berger war als Tischler schnell zur Hand,

und ein schönes Haus er erfand.

Rolf Gärtner stand ihm zur Seite,

der Gemeinde ersparte man die Pleite,

man maß und rechnete, hobelte und sägte

und falls es doch einmal regnete

wurde auch ein Dach draufgesetzt

aus roten Schindeln, wie es sich gehört.

Nun steht das Haus da, wir sind betört!

Im Innern Regale, ein Stuhl zum Sitzen.

Die Bücherfreundenach Hause flitzen,

um Bücher zu spenden: Bücher von Goethe und Schiller,

Heinz Erhardt, Wilhelm Busch, etwas zum Lachen.

Die Leselust in Schellhorn wird steigen.

Kinder spielen nicht nur Flöte und Geigen,

sie lesen und ihnen erschließt sich die Welt

und alles geschieht ganz ohne Geld.

Doch wenn man die Bücher ausgelesen,

muss man sie zurückbringen an Ort und Stelle.

Die Schellhorner werden sehr helle.

Die Lehrer in den Schulen wird es freun,

wenn viele sich hier Bücher ausleihen.

Dass Bücherhaus so schön bleibt wie heute,

darauf achtenjetzt ganz viele Leute,

die bei Edeka zum Einkaufen gehen

und ab und zu nach dem Rechten sehen.

Es möge leben der Bücherschrank

und dem AktivKreis sei herzlicher Dank!

 

( Ingo Bubert am 28.4.2016 bei der Einweihung des Bökerhus)

15. März 2014:

Pünktlich um 10 Uhr begann unser Frühjahrsputz bei herbstlicher Kühle und mit heftigen Sturmböen, aber ohne Regen und das war schon die halbe Miete. Mit neun Frauen und einem Mann haben wir in nur gut zwei Stunden die Stauden geschnitten, das Unkraut entfernt, die Beete aufgelockert und die Sträucher, wo nötig, beschnitten. Außerdem bekamen Bäume und Lampen ihre Spenderschilder!

Ein großes Dankeschön gilt Herrn Klaus Mende, der uns ein Insektenhotel gebaut, es auf dem Dorfplatz errichtet und der Gemeinde gespendet hat.

Nun muss es nur genug regnen, wieder etwas wärmer werden ... und wachsen!

 

Die Entstehung des Dorfplatzes

Die Anfänge

Stand: März 2014

 

Im Jahr 2010 wurde von Schellhorner BürgerInnen ein Leitbild als Wegweiser für die künftige Entwicklung der Gemeinde Schellhorn bis zum Jahr 2020 entwickelt.

In einem Themenbereich ging es dabei um die Verschönerung des Ortszentrums, u.a mit folgenden Zielen:

-   den Ortsmittelpunkt attraktiver zu gestalten, ihn u.a. mit Bäumen und Bänken aufzuwerten,

-   dadurch die Kommunikation untereinander und miteinander zu entwickeln und zu fördern

-   einen Ort der Begegnung zu schaffen

-   einen Platz für Veranstaltungen (Weihnachtsmarkt etc.) zu schaffen.                

Die Planung

Im frühen Frühjahr 2013 war es dann soweit: Der Projektausschuss plante die Neugestaltung des ehemaligen Frahmgeländes, das nach dem Abriss des alten Gebäudes einen trostlosen Anblick bot, und lud dazu auch uns AktivKreisler ein.                           

Die Ortsbesichtigung fand an einem verschneiten Januartag statt, anschließend traf man sich im Landhaus Schellhorn. Karsten Rathje, der die Versammlung leitete, wies immer wieder darauf hin, dass es sich bei einer Verschönerung immer nur um eine Zwischenlösung handeln würde, die nicht allzu viel Geld verschlingen dürfte, da das Gelände eines Tages von der Gemeinde veräußert werden sollte und so gab es natürlich auch etliche Skeptiker zu dem von Mona Andersen vorgestellten Plan. Trotzdem wurde der Plan, inzwischen von Jochen Morawietz und Mona Andersen weiter ausgearbeitet und von Jochen Morawietz gezeichnet, bei einer weiteren Sitzung einstimmig angenommen.

Die Gemeinde stellte für die Ausführung einen Betrag von 10000 Euro zur Verfügung. Die Bodenarbeiten sollten von Bernd Möller und Michael John ausgeführt werden unter der Beaufsichtigung von Jochen Morawietz.

Erd- und Elektroarbeiten

Und so wurde im Frühjahr 2013 mit der Gestaltung des Platzes begonnen. Bernd Möller und seine Mitarbeiter glätteten den Platz, verlegten Kantensteine, die die späteren Beete begrenzen sollten und schafften Erde von dem Gelände der gerade im Bau befindlichen neuen Kita herbei. In diesem Zuge wurde auch der Gehweg von Bernd Möller erneuert – ein Geschenk von ihm an die Gemeinde.

Rainer Schwormstede verlegte auf eigene Kosten Erdkabel und Steckdosen für die spätere Beleuchtung.

Schließlich lieferte die Firma John noch weitere Erde, Kompost und etliche Feldsteine. Außerdem installierte sie noch eine Bodenhülse, in die ein Weihnachtsbaum oder auch ein Maibaum gestellt werden können.

Einige Male, wenn das Unkraut zu sehr wucherte, sind einige AktivKreislerinnen ihm zu Leibe gerückt, um allzu starke Versamen zu verhindern.

Vorstellung des Dorfplatzes durch den AktivKreis

Am Samstag, 7. September, stellten wir das Dorfprojekt den Schellhorner Bürgern vor. Das Wetter war herrlich, die Sonne schien und wir waren bester Laune. Um den Schellhornern einen Eindruck zu vermitteln, wie die „Bebauung“ des Platzes einmal aussehen sollte, haben wir Stühle aufgestellt, die die späteren Bänke symbolisierten, Laternen in die Erde gesteckt, wo später Lampen stehen sollten und Bäume „gebastelt“ und sie als Platzhalter in die Erde gesteckt. An einem Stand unter unserem Pavillon legten wir Pflanzenlisten aus mit unseren Wunschpflanzen für den Platz. Wir baten die Schellhorner schon einmal eine Herbstvorschau in ihren Gärten vorzunehmen und uns zum Pflanztermin Pflanzen zu spenden. Außerdem haben wir auch Geldspenden eingesammelt.

Monika Gärtner zeigte an ihrem eigenen Stand Fotos unserer zahlreichen bisherigen Aktionen.

Es war schön zu sehen und zu erleben, wie viel Interesse der Neugestaltung des Platzes, unseres Dorfplatzes, entgegen gebracht wurde!

Die große Pflanzaktion mit vielen Schellhornern

Am Samstag, 19. Oktober, startete dann schließlich unsere bisher größte und absolut überwältigende Dorfplatzaktion!

Pünktlich um 8 Uhr kamen bereits die ersten „Pflanzenlieferanten“, z.T. zu Fuß oder mit dem Auto oder auch mit vollgepackten Schubkarren. Es war wirklich gigantisch! Wir haben, soweit es möglich war, die Pflanzen nach Arten sortiert und bei ausgelegten Zetteln mit den Pflanzennamen an den Beeträndern gesammelt. Wir konnten weit über vierzig Pflanzenspender verzeichnen!

Und dann ging es an die Arbeit! Dabei waren nicht nur wir AktivKreisler, nein, es waren tatsächlich mindestens zwanzig weitere Schellhorner und Schellhornerinnen und sogar Preetzer gekommen, angetan mit Gummistiefeln und bewaffnet mit Spaten, um bei der Pflanzaktion zu helfen. Alle waren überaus eifrig dabei und Jochen Morawietz hatte richtig Mühe, die Aktion zu koordinieren.

Fürs leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt: Es gab belegte Brötchen, Kaffee und andere Getränke und schließlich auch noch warme Würstchen. Das hatte Monika Gärtner organisiert. Wer hart arbeitet, wird natürlich auch hungrig und durstig!

Am frühen Nachmittag war alles gepflanzt und der Platz sah schon richtig fertig aus. 

Einige Tage später wurden dann die Bäume gesetzt: ein Birnbaum, drei Apfelbäume, eine Kirsche – alles alte Sorten. Die Straße säumen jetzt drei Ahornbäume. Sowohl die Bäume, von Jochen Morawietz gepflanzt, als auch die Lampen, von Rainer Schwormstede installiert und die von Bernd Möller aufgestellten Bänke wurden von Schellhorner Bürgern gespendet.

28. November 2013: Es goss wie aus Eimern und dazu stürmte es nicht unerheblich, aber trotzdem haben wir unseren ersten Weihnachtsbaum aufstellt und geputzt! Damit der Pavillon, unter dem es Punsch zum Wärmen gab, nicht wegflog, musste er an allen vier Ecken kräftig festgehalten werden. Das hielt uns aber nicht davon ab fröhlich zu sein und kräftig dem Punsch zuzusprechen! Unser Bürgermeister, Kai Johanssen, hat bei dieser Gelegenheit den Dorfplatz offiziell eingeweiht.  

Den ersten Weihnachtsbaum hat die Familie Schwormstede gespendet.

 

Und obwohl es kaum jemand bemerkt hat, einmal lag in diesem Winter sogar etwas Schnee auf dem Platz!!

 

Schließlich wurde in der Silvesternacht das Neue Jahr von einigen Schellhorner Bürgern auf dem Dorfplatz vor dem Weihnachtsbaum begrüßt!